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 Bisphenol A (BPA)


Gerade Neu-Eltern stoßen bei der Besorgung von Babyartikeln immer wieder auf die Kennzeichnung "BPA-frei", aber Bisphenol A findet sich in vielen unserer alltäglichen Gebrauchsartikel und birgt nicht nur für Kinder Gefahren.


1. Was ist BPA und wie kommt es in den Kunststoff
2. Gesundheitliche Risiken
3. Wo findet sich BPA in unserem Alltag
4. Wie kommt BPA in den menschlichen Körper
5. Was wird gegen BPA getan 



1. Was ist BPA und wie kommt es in den Kunststoff


BPA ist eine chemische Verbindung die ähnlich wie Östrogen, jedoch wesentlich schwächer als dieses wirkt. Östrogen ist das weibliche Sexualhormon. 
BPA ist beispielsweise ein Ausgangststoff für die Synthese einiger Kunststoffe, außerdem dient es als Antioxidans für Weichmacher, verhindert also, dass sich diese später mit Sauerstoff verbinden und sich somit Produkteigenschaften des fertigen Kunststoffes verändern. BPA-Verbindungen mit Halogenen dienen außerdem als Flammschutzmittel.


2. Gesundheitliche Risiken


Hier gibt es wahnsinnig viele "Vielleichts" und nichts konkretes, da zwar viele Studien sich damit beschäftigen, letztendlich aber lieber in Frage gestellt werden, statt endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Eine Unverschämtheit von Wirtschaft und Regierung, wie ich finde, denn selbst wenn nur an einer der Mutmaßungen was dran ist, dann gehört BPA aus dem Verkehr gezogen.
Bei Männern führt BPA zu einer geringeren Samenkonzentration, ob das bis hin zur Unfruchtbarkeit führt, ist umstritten.
Die Antibabypille beispielsweise enthält ein synthetisches Östrogen, welches mittels des Urins auch in das Abwasser gelangt. Da man bisher noch nicht in der Lage ist, es im Klärwerk wieder zu entfernen, gelangt es auch in den gesamten Wasserkreislauf. Seit Jahren hat das gravierende Auswirkungen unter anderem auf Frösche und Fische, welche Verweiblichen und teilweise sogar anfangen Eier zu legen. DNA-Schäden könnten auch eine Folge sein. Desweiteren legen neue Studien nahe, dass Zusammenhänge zu "Diabetes, Herz-Kreislaufproblemen, fehlender Libido oder auch Fettleibigkeit" [Wikipedia] bestehen und angeblich auch in Bezug der Gehirnentwicklung.


3. Wo findet sich BPA in unserem Alltag


BPA findet sich in allerhand Kunststoffen, insbesondere Polycarbonat, Vinylesterharz und Epoxidharz, aus denen beispielsweise folgendes hergestellt wird:

  • der Großteil der Kunststoffverpackungen und -dosen, die mit unseren Nahrungsmitteln in Kontakt kommen (Plastikflaschen, Wurstpackungen)
  • Beschichtungen für metallische Behälter (Konservendosen, Aluminiumtrinkflaschen, aber auch Elektro-Küchengeräte)
  • Lacke, Farben, Klebstoffe 
  • Innenbeschichtungen zur Sanierung von Trink- und Abwasserbehältern und -rohren 
  • Weinlagerungs-Großtanks
  • Thermopapier (Kassenbons)

 
4. Wie kommt BPA in den menschlichen Körper

Das BPA wird aus den Gegenständen kontinuierlich freigesetzt und gelangt über die Nahrung schließlich in den menschlichen Körper. Es kann aber auch direkt über die Haut aufgenommen werden, wie im Fall von Thermopapier. Durch dieses Papier kommt BPA auch in den Papierkreislauf (Recycling).

Die Freisetzungsrate kann sich unter Einfluss von Wärme, Säuren und Laugen drastisch erhöhen, was gerade bei Küchengeräten von Belang ist. So kann in der Spülmaschine aufgrund von Hitze und den chemischen Reinigungsmitteln BPA aus Gegenständen freigesetzt werden, womit das gesamte Spülwasser damit belastet wäre und letztendlich auch alle Sachen in der Spüle. Auch in Wasserkochern ist BPA enthalten und die werden ja nun mal richtig heiß. Es reicht aber auch schon aus, wenn auf normale Flaschen von Limonade, Saft etc. die Sonne einwirkt.


5. Was wird gegen BPA getan


Kanada war 2008 das erste Land, welches BPA offiziell als gesundheitsschädlich eingestuft hat und Babyfläschchen mit diesem Stoff verboten hat. Inzwischen haben viele Industrieländer und die EU nachgezogen, allerdings meist nur bei Fläschchen und/oder Schnullern. Japan hat auf Druck der Bevölkerung die Innenbeschichtung von Konservendosen BPA-frei gestaltet. Bei Thermopapier gibt es BPA-frei Varianten. Ich habe zum Beispiel mal in meinem Bioladen nachgefragt. Der Besitzer öffnete sofort den Drucker, zeigte mir die Rolle, auf deren Seite "Phenolfrei" stand und kam direkt mit seinen Argumenten gegen BPA.
Weitere Vorschriften könnten bald kommen, denn derzeit laufen einige Test und Studien, deren Bewertungen Anfang 2013 fertig sind.

  • Im Rahmen der europäischen Chemikaliengesetzgebung REACH lässt Deutschland testen, Ergebnis Ende Februar 2013.
  • Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) welche die EU in Sachen Richtlinien berät, unterzieht BPA bis Mai 2013 einer neuen Bewertung.
  • Die FDA (sozusagen die amerikanische Lebensmittelüberwachung) hat neue Test und Studien veranlasst und empfiehlt dem Verbraucher die BPA-Aufnahme durch Nahrungsmittel zu verringern, bis die Ergebnisse bekannt werden.

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